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Wie werden Kosmetika gelagert?

Kosmetika werden vor Wärme, Licht und Frost geschützt gelagert und nach Chargennummer sowie, wenn das Etikett eines trägt, nach Mindesthaltbarkeitsdatum verfolgt. Aerosole und Parfüms auf Alkoholbasis sind entzündbar und werden nach Brandschutzregeln getrennt gelagert.

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Wie werden Kosmetika gelagert? Symbolbild

Dieser Inhalt dient ausschließlich der Information. Er ist weder eine Auslegung von Rechtsvorschriften noch eine Auditmeinung oder eine Lageranweisung für Ihr Produkt. Maßgeblich sind das genehmigte Etikett des Produkts und die aktuelle Leitlinie der zuständigen Behörde.

Kosmetika tragen keine so engen Temperaturbereiche auf dem Etikett wie Arzneimittel, doch das heißt nicht, dass man sie beliebig lagern kann. Eine Creme kann sich in der Hitze entmischen, ein Parfüm kann sich im Licht verändern, und ein Aerosol am falschen Ort ist ein Sicherheitsrisiko. Dieser Artikel zeigt, was Kosmetika im Lager brauchen.

Was auf dem Etikett steht

In der Türkei werden kosmetische Mittel von der nationalen Arzneimittel- und Medizinproduktebehörde (TİTCK) überwacht. Artikel 19 der EU-Kosmetikverordnung zählt auf, was das Etikett tragen muss, und zwei dieser Angaben sind für das Lager unmittelbar wichtig.

Die erste ist die Chargennummer oder die Angabe, die das Produkt identifiziert. Bei einem Rückruf lässt sich damit nachvollziehen, welche Charge wohin ging.

Die zweite ist das Datum. Produkte mit einer Mindesthaltbarkeit von 30 Monaten oder weniger tragen ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Produkte, die länger halten, zeigen stattdessen die Verwendungsdauer nach dem Öffnen, gekennzeichnet mit dem Symbol des geöffneten Cremetiegels. Bei datierten Produkten wird der Bestand so ausgelagert, dass das früheste Datum zuerst geht.

Wärme, Licht und Frost

Cremes und Lotionen sind Emulsionen: Sie können sich bei hohen Temperaturen entmischen und ihre Struktur verlieren, wenn sie gefrieren. Licht kann Farbe und Duft mancher Rezepturen verändern, und Produkte in durchsichtiger Verpackung sind stärker exponiert. Kosmetika werden deshalb in Bereichen ohne direkte Sonneneinstrahlung und mit kontrollierter Temperatur gelagert und im Winter auf Frost überwacht. Nennt ein Etikett eine bestimmte Lagerbedingung, gilt diese.

Auch Feuchte spielt eine Rolle: In feuchter Luft lösen sich Etiketten, Kartons werden schwächer, und Produkte werden unverkäuflich. Unser Artikel zu Luftfeuchte und Verpackung behandelt das im Detail.

Entzündbare Produkte

Aerosoldosen stehen unter Druck, und Parfüms auf Alkoholbasis sowie manche Sprays sind entzündbar. Diese Produkte werden in Bereichen gelagert, die den Brandschutzregeln entsprechen, fern von Wärmequellen und getrennt von anderer Ware. Wie viel wo und wie gelagert werden darf, bestimmen die örtlichen Brandschutzvorschriften und das Brandschutzkonzept des Lagers.

Leitfaden zur guten Herstellungspraxis

ISO 22716, die internationale Norm für die gute Herstellungspraxis bei Kosmetika, behandelt auch die Lagerung von Fertigprodukten: geeignete Lagerbedingungen, Bestandsrotation und die Trennung von Ware in Quarantäne. Kosmetikhersteller erwarten oft, dass ihre Logistikpartner nach derselben Routine arbeiten.

Wie Chargenaufzeichnungen und Datumsreihenfolge in einem Lager eingerichtet werden, beschreibt unser Artikel zu FEFO und Chargenrückverfolgung.

Quellen

  • Regulation (EC) No 1223/2009 of the European Parliament and of the Council on cosmetic products, Article 19
  • ISO 22716:2007, Cosmetics: Good Manufacturing Practices (GMP), Guidelines on Good Manufacturing Practices

Nur zur Information; keine Auslegung von Rechtsvorschriften und keine Lageranweisung.