Das türkische Arzneimittelverfolgungssystem (İTS) im Lager
İTS ist das türkische Arzneimittelverfolgungssystem, betrieben von der TİTCK. Der DataMatrix-Code jeder Packung enthält Produktnummer, Seriennummer, Verfallsdatum und Chargennummer. Das Lager scannt jede Packung bei Eingang und Versand und versendet nie einen Code, den das System nicht kennt.
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Dieser Inhalt dient ausschließlich der Information. Er ist weder eine Auslegung von Rechtsvorschriften noch eine Auditmeinung oder eine Lageranweisung für Ihr Produkt. Maßgeblich sind das genehmigte Etikett des Produkts und die aktuelle Leitlinie der zuständigen Behörde.
Jede Arzneimittelpackung, die unter İTS fällt, trägt einen kleinen quadratischen Code. Dieser Code verbindet die Packung mit İTS (İlaç Takip Sistemi), dem türkischen Arzneimittelverfolgungssystem. Das System, betrieben von der türkischen Arzneimittel- und Medizinproduktebehörde (TİTCK), weiß, welche Stationen eine Packung in der Lieferkette durchlaufen hat und bei wem sie sich gerade befindet. Für ein Lager ist die Folge klar: Jede Packung wird gescannt, und der Bestand im Regal muss genau mit dem Datensatz im System übereinstimmen.
Was steckt im Code?
Der zweidimensionale DataMatrix-Code auf jeder Packung enthält vier Angaben:
| Angabe | Wofür sie dient |
|---|---|
| Produktnummer (GTIN) | Identifiziert das Produkt |
| Seriennummer | Identifiziert genau diese eine Packung |
| Verfallsdatum | Wird für die Bestandsrotation genutzt |
| Chargennummer | Verbindet die Packung mit ihrer Produktionscharge |
Dank der Seriennummer lassen sich selbst zwei Packungen derselben Charge unterscheiden. Die Chargenrückverfolgung reicht so bis zur einzelnen Packung.
Woher weiß das System, wo eine Packung ist?
Jedes Glied der Lieferkette meldet die Bewegungen der Packung an İTS. Wandert die Packung vom Hersteller ins Lager und vom Lager in die Apotheke, wandert ihr Datensatz mit. Das System weiß deshalb, wer jede Packung zuletzt hatte.
Am Ende der Kette kann die Apotheke die Packung vor der Abgabe an Patientinnen und Patienten scannen und prüfen, ob sie echt ist. Ein Code ohne Treffer im System oder mit unerwartetem Status fällt auf.
Was ändert sich im Lager?
İTS fügt der Lagerarbeit einige feste Schritte hinzu.
- Packungen werden beim Wareneingang gescannt, und der Eingang wird an das System gemeldet.
- Beim Versand wird jede Packung erneut gescannt; die Meldung enthält auch, an wen sie ging.
- Ein Code, den das System nicht kennt oder der einen unerwarteten Status zeigt, wird nicht versendet. Die Packung wird aussortiert, in Quarantäne genommen und untersucht.
- Für Inventuren und Retouren gilt dieselbe Regel: Der physische Bestand im Lager muss mit dem Bestand übereinstimmen, den das System für diesen Standort ausweist.
Eine Inventur, die nicht aufgeht, ist ein Warnsignal. Die Lücke kann von einem Scanfehler oder von einer fehlenden Meldung stammen. Bis die Ursache gefunden ist, bleibt die Differenz offen.
Warum das für ein Lager wichtig ist
Für ein Lager hat İTS zwei wichtige Wirkungen. Erstens erschwert es, dass gefälschte Arzneimittel in die Kette gelangen: Eine Packung, deren Code nicht im System ist, fällt beim Scannen sofort auf. Zweitens beschleunigt es Rückrufe. Wird eine Charge zurückgerufen, zeigen die Aufzeichnungen, welche Packungen dieser Charge wohin gingen. Wie diese Aufzeichnungen genutzt werden, beschreiben wir in Rückrufbereitschaft.
Der Ansatz in der Europäischen Union
In der EU dienen demselben Ziel die Sicherheitsmerkmale, die die Delegierte Verordnung (EU) 2016/161 der Kommission festlegt. Jede Packung trägt zwei davon: ein individuelles Erkennungsmerkmal und eine Vorrichtung gegen Manipulation, die zeigt, ob die Packung geöffnet wurde. Die Methode ist eine andere, der Gedanke derselbe. Die Packung trägt ihre Identität bei sich, und diese Identität lässt sich überprüfen.
Quellen
- TİTCK, İlaç Takip Sistemi (İTS)
- Commission Delegated Regulation (EU) 2016/161 on safety features for medicinal products for human use
Nur zur Information; keine Auslegung von Rechtsvorschriften und keine Lageranweisung.